Gelungenes Familienfest zum Tag der Familie 2026

Unter dem Motto „Familie – das starke Netzwerk“ fand Ende Mai auf dem Außengelände des Alten Bahnhofs in Puderbach ein buntes Familienfest statt. Die Familien nutzten die Gelegenheit, gemeinsam einen fröhlichen Nachmittag voller Spiel, Spaß und Begegnungen zu verbringen.

An verschiedenen Stationen konnten Eltern und Kinder ihre Geschicklichkeit und ihren Teamgeist unter Beweis stellen. Beim Torwandschießen, Bobbycar-Rennen und Spielen wie „Vier gewinnt“ traten die Eltern und die Kinder gegeneinander an und hatten viel Spaß. An dieser Stelle gilt ein großes Dankeschön an das JuKuz Puderbach für das Ausleihen der Spiele aus ihrem Spielemobil.

Besonders beliebt war das Bastelangebot, bei dem die Familien gemeinsam kreativ werden konnten. So gestalteten Kinder und Erwachsene ihre eigene Familie aus Bastelmaterialien und platzierten diese anschließend in einem bunt bemalten Haus. Die Aktion symbolisierte den Zusammenhalt und die Bedeutung der Familie als starkes Netzwerk.

Das Ziel der Veranstaltung, Erwachsenen und Kindern einen gemeinsamen Nachmittag mit viel Freude, Bewegung und Austausch zu ermöglichen, wurde mehr als erreicht. Fast 50 Kinder nahmen an dem Fest teil und genossen bei bestem Wetter die vielfältigen Angebote. Auch für das leibliche Wohl war mit leckerem Kuchen und Getränken bestens gesorgt.

Bildercollage Tag der Familie 2026

Organisiert wurde das Familienfest von der Diakonie beziehungsweise dem „Haus der Familie“, einigen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie der Netzwerkerin des HTZ Puderbach (siehe Foto v.l.n.r.: Judith Eckart, Rebecca Eckart, Petra Nick (Netzwerkerin Kita in Breitscheid), Marina Eichholz, Claudia Krokowski, Alina Stein, Heike Eichler).

Die Veranstalter zeigten sich erfreut über die große Beteiligung und die positive Resonanz der Familien. Das Fest machte deutlich, wie wichtig gemeinsame Zeit und positive Erlebnisse für die Familien sind. Es war ein gelungener Nachmittag, der allen Beteiligten noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.

Junge steht vor Tafel

Schlechte Noten: Wie Eltern sinnvoll reagieren können

Schlechte Noten auf dem Zeugnis sorgen in vielen Familien für Enttäuschung, Sorgen oder Konflikte. Manche Kinder haben sogar Angst davor, ihr Zeugnis zu zeigen. Umso wichtiger ist es, besonnen zu reagieren und das Gespräch zu suchen.

Auch wenn schlechte Noten zunächst frustrierend sein können, helfen Druck, Vorwürfe oder Strafen meist nicht weiter. Aussagen wie „Dann gibt es kein Fußballtraining mehr“ oder „Jetzt wird nur noch gelernt“ erhöhen den Stress und können die Motivation zusätzlich senken.

Hobbys und Freizeitaktivitäten sind für Kinder wichtige Ausgleichs- und Erfolgserlebnisse. Sie stärken das Selbstvertrauen und fördern soziale Kontakte. Deshalb sollten sie nicht als Strafe entzogen werden.

Verständnis zeigen

Schulische Leistungen werden von vielen Faktoren beeinflusst. Lernschwierigkeiten, Leistungsdruck, Konflikte im Freundeskreis, familiäre Belastungen oder mangelndes Selbstvertrauen können sich negativ auf die Noten auswirken. Eltern sollten daher zunächst versuchen zu verstehen, welche Ursachen hinter den schlechten Leistungen stehen.

Gemeinsam nach Lösungen suchen

Kinder brauchen in schwierigen Situationen Unterstützung statt Schuldzuweisungen. Sprechen Sie offen über die schulische Situation und überlegen Sie gemeinsam, welche Schritte hilfreich sein könnten. Ist die Versetzung gefährdet oder bestehen größere Lernlücken, sollten diese Herausforderungen ehrlich angesprochen werden.

Auch Gespräche mit Lehrkräften können wertvolle Hinweise liefern. Wichtig ist dabei, sich bewusst zu machen: Noten sind eine Momentaufnahme und sagen nicht alles über die Fähigkeiten oder das Potenzial eines Kindes aus.

Ursachen ernst nehmen

Ein plötzlicher Leistungsabfall hat oft konkrete Gründe. Probleme mit Mitschülerinnen und Mitschülern, Mobbing, persönliche Sorgen oder Schwierigkeiten in einzelnen Fächern können sich direkt auf die schulischen Leistungen auswirken. Eltern sollten aufmerksam zuhören und gegebenenfalls professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen.

Motivation statt Druck

Kinder lernen erfolgreicher, wenn sie motiviert sind und ihre Fortschritte wahrgenommen werden. Übermäßiger Druck kann dagegen Angst auslösen und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Realistische und erreichbare Ziele helfen dabei, Lernerfolge sichtbar zu machen.

Fragen wie „Was möchtest du bis zum nächsten Test erreichen?“ oder „Wie können wir dich dabei unterstützen?“ fördern Eigenverantwortung und stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Struktur und Routine schaffen

Regelmäßige Lernzeiten und ein ruhiger Arbeitsplatz unterstützen konzentriertes Arbeiten. Feste Routinen erleichtern die Organisation des Schulalltags. Während der Lernzeit sollten Ablenkungen wie Smartphone, Fernseher oder Computerspiele möglichst reduziert werden.

Interesse zeigen und Erfolge würdigen

Kinder profitieren davon, wenn Eltern Interesse an ihrem Schulalltag zeigen – unabhängig von den Noten. Lob für Einsatz, Durchhaltevermögen und Fortschritte stärkt die Motivation oft stärker als materielle Belohnungen.

Gemeinsame Aktivitäten, Zeit miteinander und ehrliche Anerkennung vermitteln Kindern das Gefühl, unterstützt und wertgeschätzt zu werden. Das schafft eine wichtige Grundlage für langfristigen schulischen Erfolg und ein gesundes Selbstvertrauen.


© Karola G./Pexels

Vater hält Kind in Armen

Kinder brauchen Trost

Beim Thema Trösten sollte eines ganz klar sein: Trösten kann man nie genug. Die Meinung, dass zu viel Aufmerksamkeit und Trost Kinder verwöhnt, ist veraltet. Viel wichtiger ist es, das Kind in seinem Kummer ernst zu nehmen und Verständnis zu zeigen.

Erwachsene haben ein anderes Empfinden als Kinder. Was wir selbst als nicht so schlimm ansehen, ist für Kinder oft in diesem Moment eine Katastrophe. Bis zum 8. Lebensjahr sind Kinder nicht in der Lage, ihre Gefühle vollständig zu kontrollieren. Sie brauchen jemanden, der sie bei starken Gefühlen anleitet, ihnen vermittelt, wie sie damit umgehen sollen. Mit der Zeit erlernen sie Wege, um mit ihren Gefühlen umzugehen.

Trost tut gut

Kinder suchen Trost bei ihren engsten Vertrauenspersonen, sei es bei den Eltern, den Großeltern oder anderen Bezugspersonen. Trost ist dabei nicht gleich Trost - jede Situation erfordert das passende Maß an Trost zu finden. Der erste Schritt sollte immer sein, sich dem Kind zuzuwenden, sich für den Kummer des Kindes Zeit zu nehmen und dabei selbst ruhig und besonnen zu bleiben.

Kummer ernst nehmen

Mit einfachen Worten kann die Situation zusammengefasst werden: "Du hast dich gestoßen. Das tut weh." In den Arm nehmen, wiegen und sanft streicheln signalisiert dem Kind, dass es ernst genommen wird. Die Wärme durch den Körperkontakt, aber auch ein sanfter Tonfall beruhigen das Kind. Zudem wird während des Tröstens das Bindungshormon Oxytocin im Körper freigesetzt. Das Hormon trägt zu einer gesunden Bindung zwischen Eltern und Kindern bei.

Trostrituale können weiterhelfen. Durch Erfahrung findet man als Eltern heraus, was dem eigenen Kind am besten hilft. Vielleicht beruhigt sich das Kind, indem man etwas singt. Oder ein buntes Pflaster auf die schmerzende Stelle lässt den Kummer langsam verblassen. Auch das Lieblingskuscheltier kann als Trosthelfer zum Einsatz kommen und auf die Wunde pusten.

Auf Bedürfnisse des Kindes eingehen

Um zu verdeutlichen, wie wichtig das Trostspenden ist, zeigt ein Blick auf den Fall, wenn ein Kind in seinem Kummer oder Schmerz alleingelassen wird. Das Kind befindet sich dann in einer Angstsituation. Stresshormone werden freigesetzt. Besonders schlimm ist dies bei Babys. Im Vordergrund steht die Stillung eines Bedürfnisses wie Hunger, Nähe oder eine volle Windel. Das Kind hört nicht auf zu weinen, weil es sich beruhigt hat, sondern weil es aufgegeben hat.

Wiederholen sich solche Situationen, in denen nicht auf die Bedürfnisse des Kindes eingegangen wird, kann sich dies im Kind verfestigen. Das Kind hat gelernt, ich bin mit meinem Kummer allein. Fehlender Trost wirkt sich auch auf die Eltern-Kind-Bindung aus. Das bezieht sich natürlich nicht auf ein Kind, das mal ein paar Minuten geweint hat.

Gefühle zulassen

Jetzt ist es nicht immer leicht, ein Kind weinen zu sehen. Als Eltern müssen wir lernen, dies auszuhalten. Alle Gefühle sind normal und vollkommen okay. Dies sollte auch dem Kind vermittelt werden. Gerade Jungen brauchen Vorbilder, die ihnen zeigen, dass es normal ist, sich einmal auszuweinen. Dass Weinen und Kummer nicht als Ausdruck von Schwäche angesehen werden. Auf diese Weise erlernen Kinder auch ein gutes Einfühlungsvermögen.

Natürlich gibt es Situationen, in denen das Spenden von Trost schwierig ist. Wenn man selbst schlechte Laune hat, der ganze Tag schon schiefläuft oder es Konflikte gibt. Statt sich auf das Kind einzulassen, möchte man die Situation rasch hinter sich zu bringen. Und tappt in die Falle, Kummer nach dem Maßstab eines Erwachsenen zu bemessen. Aber ebenso wie es keine perfekten Eltern gibt, gibt es keine perfekten Tröster*innen. Manchmal reicht die Kraft eben nicht aus und die Nerven liegen blank. Kinder brauchen Eltern, die für sie da sind, auf die sie sich verlassen können.

Sätze, die man nicht sagen sollte:

  • Nun stell dich nicht so an!
  • Nichts passiert!
  • Hör doch endlich mal auf zu weinen!
  • Immer dieses Gejammere!
  • Da muss man doch nicht weinen!

Verständnis zeigen:

  • sich Zeit nehmen und Ruhe bewahren
  • Situation mit einfachen Worten ohne Bewertung beschreiben ("Du bist hingefallen. Ich weiß, dass dir das weh tut.")
  • in den Arm nehmen, wiegen, sanft streicheln, singen
  • Fragen, wie man helfen kann
  • Lösungsvorschläge anbieten ("Ich puste auf deine Wunde, dann heilt sie schneller." Im Falle eines Streits: "Wir sprechen mit deinem Freund und überlegen gemeinsam, was ihr nun tun könnt.")
  • Trostrituale, wie z.B. Pflaster, Kuscheltier, Buch anschauen, Kühlpad

 


Titelbild: © Edwin Ariel Valladares/Pixabay

Vater und Kind malen Kartonn an

Spiele für drinnen

Jeder kennt diese Tage: es regnet unaufhörlich und in der Wohnung sitzen Kinder, die langsam einen Lagerkoller bekommen.

Der natürliche Bewegungsdrang von Kindern lässt sich am besten draußen ausleben. Wenn es aber draußen regnet und stürmt, bleiben nur die eigenen vier Wände als Spielplatz übrig. Da kann schnell schon einmal der von allen Eltern gefürchtete Satz "Mir ist langweilig!" fallen. Andere Kinder wiederum springen über Tische und Stühle, weil sie ihre überschüssige Energie nicht loswerden. Und auch an den Erwachsenen geht eine anhaltende Schlechtwetterfront nicht spurlos vorüber.

"Schlechtwetterglas" für Regentage

Als Eltern kann man auf solche Regentage vorbereitet sein. In einem "Schlechtwetterglas" werden alle Ideen für Spiele, die drinnen stattfinden können, gesammelt. Dazu braucht man ein großes Glas mit Deckel sowie Zettel oder Eisstäbchen, um die Ideen aufzuschreiben. Die Zettel werden eingerollt oder gefaltet. Oder man schreibt die Schlechtwetterideen auf die Eisstäbchen.

Die Zettel/Stäbchen kommen ins Glas und können, wenn das Wetter schlecht ist, gezogen werden. Einige Anregungen für Spiele stellen wir Euch weiter unten vor. Vielleicht finden einige davon ihren Weg auch in Euer "Schlechtwetterglas".

Spielideen für drinnen

  • aus einem alten Karton etwas basteln oder diesen bemalen
  • Wohnzimmer-Parcours: Macht Eure Wohnung zu einem schwierigen Hindernisparcours. Wer schafft den Purzelbaum auf dem Teppich? Wer kann das Sofa überqueren? Wer schafft es unter einer gespannten Schnur herzukriechen? Der Flur kann nur auf einem Bein hüpfend durchquert werden oder von Kissen zu Kissen hüpfend. Wer schafft es auf einem Tuch oder Seil am Boden zu balancieren?
  • Verstecken
  • Topfschlagen: Das beliebte Geburtstagsspiel geht immer, vor allem, wenn sich unter dem Topf etwas Leckeres versteckt.
  • aus Decken eine Höhle bauen
  • im Wohnzimmer picknicken
  • sich verkleiden
  • mit Knete spielen
  • etwas aus Salzteig basteln
  • auf Schatzsuche gehen: Ein Gegenstand wird versteckt und dazu eine Schatzkarte gemalt. Die Kinder müssen den Gegenstand anhand der Karte suchen.
  • Brettspiele
  • Kartenspiele
  • etwas Vorlesen
  • ein Hörspiel hören
  • ein Puzzle machen
  • ein altes Spielzeug wieder hervorholen, mit dem lange nicht mehr gespielt wurde
  • Merkspiel: Verschiedene Gegenstände auf den Tisch legen, die man sich merken soll. Ein Gegenstand wird weggenommen. Das Kind soll herausfinden, welcher Gegenstand fehlt.
  • Kinderdisco: Musik anmachen und lostanzen. Stoppt die Musik, müssen alle wie versteinert stehen bleiben. Wer sich bewegt, hat verloren.
  • Pantomime spielen
  • Der Boden ist Lava: Bei diesem Spiel kann der Boden jederzeit zu rotglühender Lava werden. Ihr müsst Euch so schnell wie möglich vor dem Lava-Boden retten, z.B. in dem Ihr auf das nächste am Boden liegende Kissen springt.
  • Treppenspiel: Wer eine Treppe in der Wohnung hat, kann auch diese als Spielfeld nutzen. Die Mitspieler stehen unten am Treppenanfang. Jetzt wird gewürfelt. Die Anzahl der Augen auf dem Würfel geben an, wie weit nach oben gegangen werden darf. Legt vorher Zahlen fest, bei denen ausgesetzt oder eine oder mehrere Stufen wieder heruntergegangen werden muss. Kommen zwei Spieler auf die gleiche Stufe, müssen sie wieder von unten anfangen. Gewonnen hat natürlich, wer als erstes oben ankommt.
  • gemeinsam etwas kochen oder backen
  • sich schminken oder die Eltern schminken
  • Bilder malen und diese in einer Ausstellung präsentieren: Dazu eine Schnur spannen und die Bilder daran mit einer Wäscheklammer befestigen.
  • ein lustiges Video aufnehmen
  • Fotos machen, z.B. verkleidet oder Grimassen ziehen
  • auf YouTube Videos mit Bewegungsliedern anschauen und mitmachen
  • für ältere Kinder: Zimmer umstellen oder Sachen aussortieren

 


Titelbild: © Tatiana Syrikova/Pexels

Junge sitzt an Schreibtisch

Hausaufgaben machen – stressfrei

In vielen Familien hängt der Haussegen spätestens nach dem Mittagessen schief: Die Hausaufgaben stehen an. Tipps, wie man gelassener mit Hausaufgaben umgeht, gibt es hier.

Die aus der Schule nach Hause gekommenen Kinder haben erst einmal keine große Motivation, sich an die Schularbeiten zu setzen. Und auch die Eltern verspüren wenig Lust, zumal es immer wieder zu Diskussionen um den Sinn und Zweck der Hausaufgaben kommt. Der Frust ist also auf beiden Seiten bereits groß.

Hausaufgaben sollen die im Unterricht vermittelten Kenntnisse sichern und festigen sowie das eigenverantwortliche Lernen von Kindern fördern. Dabei sollten die Aufgaben an die Belastbarkeit und den Kenntnisstand der Schülerinnen und Schüler angepasst sein. Schließlich geht es um die Frage: Hat der Schüler/die Schülerin den Stoff verstanden? Die gemachten Hausaufgaben zeigen dem Lehrer, ob der Stoff nochmals wiederholt werden muss oder etwas Neues gelernt werden kann.

Wann sollten Hausaufgaben gemacht werden?

Kinder brauchen nach der Schule eine Pause. Nach dem Essen eine halbe bis eine Stunde ist ausreichend, um sich auszuruhen. Für die Hausaufgaben selbst ist ein Zeitpunkt zwischen Mittagessen und Abendessen sinnvoll. Einige Kinder erledigen ihre Hausaufgaben gerne nach dem Mittagessen, andere machen sie lieber später am Nachmittag. Finden Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die passende Zeit heraus.

Die Schulaufgaben sollten einen festen Platz in der Tagesstruktur haben. Hilfreich hierbei kann ein Wochenplan oder Familienplaner sein, den man gemeinsam mit dem Kind aufstellt.

Wie lange sollten Hausaufgaben dauern?

Die empfohlene maximale tägliche Bearbeitungszeit hängt vom Alter ab:

Grafik mit Hausaufgabenzeiten

Wenn das Kind die vorgeschriebene Zeit für die Hausaufgaben oft überschreitet, sollte Rücksprache mit den betreffenden Lehrkräften gehalten werden. Vielleicht muss der Stoff nochmal wiederholt oder der Umfang der Hausaufgaben neu überdacht werden. Zwischendurch kann immer eine kleine Pause eingelegt werden, in der man sich ein Getränk holt, sich etwas bewegt oder kurz an die frische Luft geht.

Der richtige Arbeitsplatz

Genauso wichtig wie die richtige Zeit zum Hausaufgaben machen ist der richtige Ort. Dieser befindet sich nicht am Küchentisch unter jede Menge Trubel, sondern am Schreibtisch im eigenen Zimmer. Im besten Falle ist dieser aufgeräumt, damit die benötigten Bücher, Hefte und Stifte Platz haben.

Alles, was ablenken kann - Tablet, Smartphone, Musik, Radio etc. - verschwindet aus der Reichweite des Kindes oder wird gar nicht erst angemacht. Liegt das Handy auf dem Schreibtisch, ist die Verlockung zu groß, schnell die WhatsApp-Nachrichten zu checken.

Unterstützen ohne Einmischen

Hausaufgaben sind dazu da, die Fähigkeiten des Kindes zum eigenverantwortlichen Lernen zu trainieren. Kurzum: ihr Kind lernt das Lernen. Es sollte die Schularbeiten also erst einmal allein machen. Versteht ein Kind die Aufgabenstellung nicht oder tut sich mit einer Aufgabe schwer, können Eltern Hilfestellung geben. Aber immer so, dass das Kind selbst auf den richtigen Lösungsweg kommt.

Mädchen sitzt an Tisch und macht ihre Hausaufgaben

© Jena Backus/Pixabay

Das Vorsagen der Lösung nimmt dem Kind die Möglichkeit, eigene Lösungswege zu finden. Selbst erledigte Hausaufgaben stärken nicht nur das Durchhaltevermögen und das Selbstvertrauen des Kindes, sondern sind auch ein Erfolgserlebnis für das Kind.

Fehler machen lassen

Am besten nicht neben dem Kind sitzen, während es die Hausaufgaben erledigt. Wer mag es schon, wenn jemand einem die ganze Zeit über die Schulter schaut? Bleiben Sie in der Nähe und beschäftigen Sie sich mit etwas anderem. Braucht das Kind Hilfe, kann es zu Ihnen kommen.

Beim Kontrollieren der Hausaufgaben juckt es vielen Eltern in den Fingern, wenn sie Fehler sehen: Das Ergebnis ist nicht richtig und hier ist das Wort falsch geschrieben. Kinder dürfen und sollen Fehler machen! Denn daraus lernen sie. Gleichzeitig sind gemachte Fehler auch eine Rückmeldung an die Lehrerin oder den Lehrer, dass etwas wiederholt werden sollte.

Noch ein weiterer Tipp

Ein Hausaufgabenheft, in dem die Hausaufgaben richtig aufgeschrieben werden, ist Gold wert. Das gleiche gilt für Schulbücher und Schulmaterialien, die sich hoffentlich im Ranzen oder Rucksack befinden und nicht in der Schule vergessen wurden. Hat das Kind es versäumt die Hausaufgaben von der Tafel abzuschreiben, beginnt die mitunter nervenaufreibende Jagd nach der richtigen Seite und Aufgabe im Buch. Freunde werden angerufen, der Klassenchat befragt. Am Ende bekommt man zwar die Angaben, aber zu welchem Preis? Kind und Eltern sind genervt und es wurde jede Menge Zeit verloren.

 

 


Titelbild: © freestockpro/Pexels

STARK Familien stärken bei Trennung und Streit

Familien stärken bei Streit und Trennung

Wenn Familien von Trennung oder Scheidung betroffen sind, brauchen sie verlässliche Unterstützung. Die Online-Plattform „STARK – Streit und Trennung meistern" bietet genau das: passgenaue Informations- und Beratungsangebote, die alle wichtigen Fragen beantworten – von rechtlichen Aspekten über finanzielle Folgen bis hin zum emotionalen Erleben. Besonders wertvoll ist dabei ein eigener Bereich, der sich speziell an betroffene Kinder und Jugendliche richtet

Familien stehen im Fokus

Trennungen und Scheidungen sind für alle Beteiligten herausfordernd, doch besonders Kinder und Jugendliche leiden häufig unter den Folgen. Die damit verbundenen Probleme werden oft unterschätzt, und Beratungsangebote werden leider zu spät in Anspruch genommen. Dabei können Risiken für die spätere Entwicklung entstehen, die sich durch frühzeitige Unterstützung vermeiden lassen.

Genau hier setzt das Projekt „STARK Streit und Trennung meistern" an. Über www.stark-familie.info erhalten Familien umfassende Hilfe, die sie vor, während und nach einer Trennung oder Scheidung begleitet.

Alltagsnaher Überblick über die wichtigsten Themen

Die STARK-Plattform versteht sich als alltagsnaher Wegweiser durch die komplexen Themen rund um Beziehungskrise und Trennung. Für Paare in der Krise gibt es vorsorgliche Unterstützung, darunter praktische Kommunikationstipps, die in der Partnerschaftskrise Orientierung bieten. Gleichzeitig werden Antworten auf drängende Fragen zu Unterhalt und den rechtlichen sowie finanziellen Auswirkungen von Trennung oder Scheidung gegeben.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem emotionalen Wohlbefinden. Die Seite bietet Hilfen zum Umgang mit Gefühlen – sowohl für Eltern als auch für ihre Kinder. Denn gerade für junge Menschen ist es wichtig, ihre Erlebnisse einordnen und verarbeiten zu können.

Als ergänzendes Angebot wurde ein kostenfreies interaktives Online-Training entwickelt. Die zusätzlichen Übungen sollen helfen, besser mit der schwierigen Situation umzugehen. Der Zusatzbereich befindet sich derzeit noch in Bearbeitung und wird in Kürze freigeschaltet.

Persönliche Beratung vor Ort finden

Neben den digitalen Informationen bietet die Website auch einen Überblick über verschiedene Beratungsmöglichkeiten vor Ort. Wer sich persönlich unterstützen lassen möchte, findet dort Kontaktadressen und Anlaufstellen in seiner Region.

Von Expert*innen entwickelt und empfohlen

Die STARK-Website wurde von einem Zusammenschluss erfahrener Expertinnen und Experten verschiedener Universitäten und akademischer Einrichtungen umgesetzt. Dazu gehören das Universitätsklinikum Heidelberg, die Georg-August-Universität Göttingen, das Deutsche Jugendinstitut e.V., die Ludwig-Maximilians-Universität München sowie das Universitätsklinikum Ulm und die Universität Ulm. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert – ein Zeichen dafür, dass die Arbeit fundiert und anerkannt ist.

Grafik zeigt Eltern und Kind

Trennung meistern – Kinder stärken

Ein Gruppentraining für Eltern nach Trennung und Scheidung

Eine Trennung oder Scheidung ist für alle, für Eltern und Kinder, ein einschneidendes Erlebnis. Wenn sich die Eltern dennoch verständigen können, ist es zwar trotzdem schwer, aber die wichtigsten Dinge können geklärt und die Folgen für die Kinder abgemildert werden. Manche Trennungen sind aber auch von heftigem Streit begleitet, die Emotionen kochen hoch, die Nerven liegen blank und Einigungen im Interesse der Kinder fallen schwer.

Bei wem bleiben die Kinder? Wie viel Umgang ist gut? Ist die Erziehung noch gewährleistet? Wird mein Kind beeinflusst? Mit dem Gruppentraining für Eltern nach Trennung und Scheidung möchten wir Sie in dieser schwierigen Phase begleiten und Ihnen Hilfen an die Hand geben, mit denen Sie die Situation bewältigen und neue Lösungen finden können. Referentinnen sind Sonja Ghabour (M.Sc. Psychologin) und Martina Bauer (M.Sc. Psychologin).

  • Aussteigen aus der Achterbahn der Gefühle und Konflikte und wieder gut für sich selbst sorgen.
  • Neue Handlungsmöglichkeiten und Lösungswege zur Erleichterung der Kommunikation entdecken.
  • Die Gefühle und Bedürfnisse der Kinder in den Blick nehmen.
  • Erziehungstipps, die helfen, die Elternschaft trotz Trennung weiterhin positiv zu gestalten und zu erleben.
  • Das Elterntraining findet in kleinen Gruppen mit max. 8 Personen statt.
  • Es können nicht beide Elternteile gleichzeitig teilnehmen. Wir führen eine Warteliste für den nächstfolgenden Kurs.
  • Die Gruppen finden verbindlich an 6 Abenden statt.
  • Mit Gesprächen und Übungen werden Lösungen für schwierige Situationen gemeinsam erarbeitet.
  • Verschiedene Materialien und ein zu füllender "Werkzeugkoffer" unterstützen Sie dabei, die erarbeiteten Inhalte im Alltag umzusetzen.
  • Alle Inhalte der Sitzungen sind absolut vertraulich.
  • Das Angebot ist kostenfrei.

Termine: mittwochs, 26.08.2026, 02.09.2026, 09.09.2026, 16.09.2026, 23.09.2026 und 30.09.2026,
jeweils von 16:00 bis 19:00 Uhr im Haus der Familie, Mittelstraße 7, 56305 Puderbach

Anmeldung:
Gemeinsame Diakonische Werke Rheinland-Süd gGmbH
Rheinstraße 69
56564 Neuwied
Tel. 02631-3922-0
sekretariat.neuwied@diakoniehilft.net

 

Kinder horchen am Baumtelefon

Familien-Aktion 2026: Den Winterwald entdeckt

Gut gelaunt und bei bestem sonnig-kalten Winterwetter startete eine 21-köpfige Gruppe Eltern und Kinder zur Familien-Aktion, um mit dem Förster und Waldpädagogen Gerhard Willms den Puderbacher Winterwald zu entdecken.

Der Förster hatte eine Geschichte vom Eichhörnchen mitgebracht und unterwegs erfuhren die Kinder vieles über das unterschiedliche Verhalten der Tiere im Winter. Einige schlafen die ganze Zeit und manche ruhen nur. Auch der Wald befindet sich im Winter im Ruhezustand. Ein Picknick und zwei Spiele machten die zweistündige Wanderung zu einem schönen Erlebnis für die ganze Familie.

Kinder und Eltern bei der Familienaktion im Wald

© privat

Weitere geplante Familienaktionen des Hauses der Familie sind: eine Frühlings-Wanderung mit dem Förster, ein Nachmittag auf einem Reiterhof, eine Sommer-Aktion auf dem Naturerlebnispfad in Dürrholz sowie ein Herbst-Abenteuer auf dem Zwergenpfad in Rengsdorf.

Logo Landesforsten RLP


Titelbild: Die Kinder horchen am Baumtelefon. (© privat)

Plätzchen in Dose

Weihnachtsbäckerei mit den Kindern

Am 2. Mittwoch im Advent hatte der Secondhand-Laden „Kinderbunt“ als besonderes Angebot für die Kinder zur „Weihnachtsbäckerei“ eingeladen. In der dafür hervorragend geeigneten Küche des Pflegestützpunktes wurde von den Kindern köstliches Weihnachtsgebäck gebacken. Mit viel Eifer und Freude waren sie beim Kneten und Ausrollen des Teiges, beim Plätzchenausstechen sowie beim Betätigen der Spritzgebäckpresse dabei.

Kinder in der Weihnachtsbäckerei

Auch das anschließende Abbacken und Verzieren durfte nicht fehlen. Nach einer kurzen Stärkung bei Punsch und Gebäck ging es ans Verpacken des Selbstgebackenen, und stolz konnte jeder eine große Tüte mit nach Hause nehmen.  Die Eltern waren dankbar dafür, während dieser Zeit ihre notwendigen Einkäufe zu erledigen oder im Secondhand „Kinderbunt“ zu stöbern. Ein besonderes Dankeschön gilt den ehrenamtlichen Helferinnen sowie dem Pflegestützpunkt für die bereitgestellte Küche.


Fotos: © Achim Krokowski