Wochenplan Design

Familienplaner – Organisation für den Alltag

Hilfreich im bisweilen turbulenten Familienalltag  kann ein Familienwochenplaner sein. Auf einen Blick sieht die Familie, wer wann wo ist, welche Termine anstehen und vor allem, wo es zeitliche Probleme geben könnte. Ein Familienplaner bringt Ordnung und Struktur in den Alltag. Das hört sich vielleicht etwas strikt an, aber es ist genau das, was Kinder brauchen. Denn ein fester Alltagsrhythmus vermittelt Kindern Sicherheit und Geborgenheit.

Morgens sind die Kinder in der Schule, im Kindergarten oder werden zuhause betreut. Am Nachmittag stehen die Hausaufgaben an. Nicht zu vergessen: Hobbys, Kindergeburtstage, Erledigungen, Treffen mit Freunden und der Haushalt. Dazu kommt für viele Eltern der Spagat zwischen Berufs- und Familienleben sowie den eigenen Bedürfnissen. Dies alles unter einen Hut zu bringen, ist gar nicht so leicht.

Auch für Eltern stellt ein Plan für die ganze Familie eine gute Übersicht dar. Wer fährt das Kind zum Fußball und holt es wieder ab? Erledigen wir den Einkauf zusammen am Samstagvormittag? Wer besorgt das Geschenk für den Kindergeburtstag? Aufgaben für die nächste Woche können verteilt und die Organisation durchgesprochen werden. Mütter, die meist die Hauptlast des Familienlebens tragen, werden auf diese Weise entlastet.


Gemeinsame Rituale geben Halt

Zu einer festen Alltagstruktur sollten auch gemeinsame Mahlzeiten gehören. Feste Aufstehzeiten sind unter der Woche meistens bereits durch die Schule oder den Kindergarten gegeben. Morgens ist es zwar mitunter sehr hektisch, dennoch kann beim Frühstück kurz darüber gesprochen werden, was am Tag ansteht.

Beim Mittagessen oder Abendessen bleibt dann mehr Zeit, um sich über die Erlebnisse des Tages und etwaige Sorgen oder Schwierigkeiten auszutauschen. Rituale beim Zubettgehen geben Kindern Halt und Vertrauen. Vorlesen, singen oder Geschichten erzählen bereitet Kinder auf das Schlafen vor und erzeugt Nähe zwischen Eltern und Kindern.

Kinder können bereits kleinere Aufgaben im Haushalt übernehmen: den Müll rausbringen, den Tisch decken oder abräumen, beim Kochen helfen oder das Zimmer aufräumen. Auf diese Weise erlernen Kinder Selbstständigkeit.


Familienzeit einplanen

Nicht zu kurz kommen darf natürlich die Familienzeit. Mit Familienzeit sind die Momente gemeint, die wir zusammen als Familie verbringen. Dazu gehört das Frühstück oder Abendessen genauso wie das abendliche Vorlesen vor dem Schlafengehen. Als Familie gemeinsam Zeit zu verbringen, bedeutet auch den Familienzusammenhalt zu festigen. Am Wochenende geht es zusammen ins Schwimmbad oder es wird ein Ausflug geplant.


"Freizeitstress" überfordert Kinder

Der Familienplaner lässt Raum für Spontanes zu, denn die Struktur des Planes sollte dem gelebten Leben entsprechen. Niemand muss sich streng an den Plan halten. Im Alltag gibt es zwar feste Termine und Regeln, aber es kommt auch immer wieder zu Veränderungen. Ein Termin fällt aus und plötzlich hat man einen freien Nachmittag zur Verfügung. Ein prall gefüllter Freizeitkalender dagegen überfordert Kinder. Gerade Kinder brauchen ihre Freiheiten, um sich zu entwickeln. Alles andere artet in „Freizeitstress“ aus.


Gestaltung eines Familienplaners

Durch verschiedene Farben für die Wochentage und Symbole für die Alltagstätigkeiten und Hobbys veranschaulicht der Familienplaner die Woche für alle Familienmitglieder. Als Symbol kann z.B. ein Buch für die Schule stehen, ein Fußball für ein Hobby, ein Teller mit Essen für das Abendessen. Von Vorteil ist es, wenn die Symbole ausgetauscht werden können, da der Tagesablauf sich ändern kann.

Der Planer hängt am besten da, wo alle ihn gut einsehen können oder man oft vorbeikommt. Gute Plätze sind die Wand beim Esstisch, beim Telefon und am Kühlschrank. Die ganze Familie kann beim Erstellen des Planers helfen. Als Oberfläche eignen sich Magnettafeln, Pinnwände oder Filzunterlagen. Mittlerweile gibt es einen großen Markt an Familienplanern mit jeder Menge Zubehör. Aber auch mit wenigen einfachen Mitteln kann man sich einen preiswerten Familienplaner zusammenbasteln. Einige Ideen dazu haben wir für euch gesammelt.

Einfacher Wochenplan für Kinder von Die kleine Botin

Der Wochenplan verwendet Symbole und ist deshalb auch für Nichtleser geeignet. Die Symbole gibt es kostenlos zum Ausdrucken dazu. Damit die Symbole halten wird als Unterlage ein Tischset aus Filz benutzt. An die Symbole selbst kommt Klettband. Auf diese Weise halten die Symbole an dem Filz.

Routineplan für Kinder

Dieser interaktive Routinenplan wird zusammen mit den Kindern gebastelt. Die Kinder malen gleichgroße Kartonstücke für jeden Tag der Woche in bunten Farben an und gestalten die Karten für die Routinen oder für die Wochenaktivitäten. Die Karten können dann an die jeweilige Stelle des Tages oder der Woche geklebt werden. Damit die Karten wiederverwendbar sind, ist es sinnvoll, diese mit einem Lameniergerät zu lamenieren.

Ausgedienter Ordner als Familienplaner von handmadekultur.de

Die Anleitung für den ausgedienten Ordner als Familienplaner ist etwas komplizierter. Wer keine Lust hat den oberen Teil des Ordners in Stoff einzuschlagen, kann auch ein schönes buntes Papier oder Magnetfolie daraufkleben. In aufgeklebten Briefumschlägen können Notizen oder Fotos gesammelt werden. Ein Beispiel für einen Familienwochenplan kann auf der Seite kostenlos heruntergeladen werden.

Eine weitere Idee ist die Verwendung einer Magnettafel mit Magneten. Auf die Magnete werden die passenden Symbole für Schule, Kindergarten, Hobby, Hausaufgaben oder Geburtstag geklebt. Magnete gibt es günstig zu kaufen. Auch aus Kronkorken kann man mithilfe eines Magneten und eines aufgeklebten Bildes einfach einen Symbol-Magnet für den Familienplaner basteln.


© canva.com

Grafik zeigt Eltern und Kind

Trennung meistern – Kinder stärken

Ein Gruppentraining für Eltern nach Trennung und Scheidung

Eine Trennung oder Scheidung ist für alle, für Eltern und Kinder, ein einschneidendes Erlebnis. Wenn sich die Eltern dennoch verständigen können, ist es zwar trotzdem schwer, aber die wichtigsten Dinge können geklärt und die Folgen für die Kinder abgemildert werden. Manche Trennungen sind aber auch von heftigem Streit begleitet, die Emotionen kochen hoch, die Nerven liegen blank und Einigungen im Interesse der Kinder fallen schwer.

Bei wem bleiben die Kinder? Wie viel Umgang ist gut? Ist die Erziehung noch gewährleistet? Wird mein Kind beeinflusst? Mit dem Gruppentraining für Eltern nach Trennung und Scheidung möchten wir Sie in dieser schwierigen Phase begleiten und Ihnen Hilfen an die Hand geben, mit denen Sie die Situation bewältigen und neue Lösungen finden können. Referentinnen sind Sonja Ghabour (M.Sc. Psychologin) und Martina Bauer (M.Sc. Psychologin).

  • Aussteigen aus der Achterbahn der Gefühle und Konflikte und wieder gut für sich selbst sorgen.
  • Neue Handlungsmöglichkeiten und Lösungswege zur Erleichterung der Kommunikation entdecken.
  • Die Gefühle und Bedürfnisse der Kinder in den Blick nehmen.
  • Erziehungstipps, die helfen, die Elternschaft trotz Trennung weiterhin positiv zu gestalten und zu erleben.
  • Das Elterntraining findet in kleinen Gruppen mit max. 8 Personen statt.
  • Es können nicht beide Elternteile gleichzeitig teilnehmen. Wir führen eine Warteliste für den nächstfolgenden Kurs.
  • Die Gruppen finden verbindlich an 6 Abenden statt.
  • Mit Gesprächen und Übungen werden Lösungen für schwierige Situationen gemeinsam erarbeitet.
  • Verschiedene Materialien und ein zu füllender "Werkzeugkoffer" unterstützen Sie dabei, die erarbeiteten Inhalte im Alltag umzusetzen.
  • Alle Inhalte der Sitzungen sind absolut vertraulich.
  • Das Angebot ist kostenfrei.

Termine: mittwochs, 26.08.2026, 02.09.2026, 09.09.2026, 16.09.2026, 23.09.2026 und 30.09.2026,
jeweils von 16:00 bis 19:00 Uhr im Haus der Familie, Mittelstraße 7, 56305 Puderbach

Anmeldung:
Gemeinsame Diakonische Werke Rheinland-Süd gGmbH
Rheinstraße 69
56564 Neuwied
Tel. 02631-3922-0
sekretariat.neuwied@diakoniehilft.net

 

Ehrenamtliche beim Ehrenamtstreffen sitzen an Tischen

Neujahrsempfang

Zum Neujahrsempfang hatte das Haus der Familie – Diakonie-Treff Puderbach – die Ehrenamtlichen der Diakonie eingeladen. Nach einem Sektempfang und der Begrüßung durch die Koordinatorin des Hauses der Familie, Claudia Krokowski, stellten sich der neue Geschäftsführer der seit 2024 fusionierten Gemeinsamen Diakonischen Werke Rheinland-Süd gGmbH, Carsten Stumpenhorst, sowie der Standortleiter der Diakonie in Neuwied, Utz Ebertz, vor. Stumpenhorst betonte nochmal die Wichtigkeit der unterschiedlichen ehrenamtlichen Dienste und bedankte sich bei allen Anwesenden für ihr Engagement und das Herzblut, das sie für die Ratsuchenden im Haus der Familie auf vielfältige Weise zum Ausdruck bringen. Ohne die Ehrenamtlichen könnte die große Angebotspalette nicht vorgehalten werden.

Neujahrsempfang der Ehrenamtlichen im Haus der Familie Puderbach

Carsten Stumpenhorst, Geschäftsführer der Gemeinsamen Diakonischen Werke Rheinland-Süd, dankte den Ehrenamtlichen für ihr Engagement.

Möglichkeiten des freiwilligen Engagements sind:

Bei Interesse am Ehrenamt informiert Sie gerne: Claudia Krokowski, Tel. 02684 9776070, E-Mail: claudia.krokowski@diakoniehilft.net.


© Rebecca Eckart

Kinder horchen am Baumtelefon

Familien-Aktion 2026: Den Winterwald entdeckt

Gut gelaunt und bei bestem sonnig-kalten Winterwetter startete eine 21-köpfige Gruppe Eltern und Kinder zur Familien-Aktion, um mit dem Förster und Waldpädagogen Gerhard Willms den Puderbacher Winterwald zu entdecken.

Der Förster hatte eine Geschichte vom Eichhörnchen mitgebracht und unterwegs erfuhren die Kinder vieles über das unterschiedliche Verhalten der Tiere im Winter. Einige schlafen die ganze Zeit und manche ruhen nur. Auch der Wald befindet sich im Winter im Ruhezustand. Ein Picknick und zwei Spiele machten die zweistündige Wanderung zu einem schönen Erlebnis für die ganze Familie.

Kinder und Eltern bei der Familienaktion im Wald

© privat

Weitere geplante Familienaktionen des Hauses der Familie sind: eine Frühlings-Wanderung mit dem Förster, ein Nachmittag auf einem Reiterhof, eine Sommer-Aktion auf dem Naturerlebnispfad in Dürrholz sowie ein Herbst-Abenteuer auf dem Zwergenpfad in Rengsdorf.

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Titelbild: Die Kinder horchen am Baumtelefon. (© privat)

Plätzchen in Dose

Weihnachtsbäckerei mit den Kindern

Am 2. Mittwoch im Advent hatte der Secondhand-Laden „Kinderbunt“ als besonderes Angebot für die Kinder zur „Weihnachtsbäckerei“ eingeladen. In der dafür hervorragend geeigneten Küche des Pflegestützpunktes wurde von den Kindern köstliches Weihnachtsgebäck gebacken. Mit viel Eifer und Freude waren sie beim Kneten und Ausrollen des Teiges, beim Plätzchenausstechen sowie beim Betätigen der Spritzgebäckpresse dabei.

Kinder in der Weihnachtsbäckerei

Auch das anschließende Abbacken und Verzieren durfte nicht fehlen. Nach einer kurzen Stärkung bei Punsch und Gebäck ging es ans Verpacken des Selbstgebackenen, und stolz konnte jeder eine große Tüte mit nach Hause nehmen.  Die Eltern waren dankbar dafür, während dieser Zeit ihre notwendigen Einkäufe zu erledigen oder im Secondhand „Kinderbunt“ zu stöbern. Ein besonderes Dankeschön gilt den ehrenamtlichen Helferinnen sowie dem Pflegestützpunkt für die bereitgestellte Küche.


Fotos: © Achim Krokowski

Familienaktion 2025: Abenteuer auf dem Naturerlebnispfad

"Haus der Familie" auf dem Naturerlebnispfad

Etwa 15 Kinder waren am Samstag mit ihren Eltern zum Naturerlebnispfad in Dürrholz gekommen, um dort gemeinsam einen schönen Nachmittag zu verbringen. Nach der Begrüßung durch Frau Krokowski vom "Haus der Familie" und durch Lothar Holzapfel von der AG "Naturschutz" sowie einer gemeinsamen musikalischen Einstimmung mit Wolfgang Runkel begaben sich Kinder und Eltern zusammen mit den AG-Mitgliedern auf einen kurzen Rundgang über Teile des Naturerlebnispfads. Insbesondere die Stationen "Tierpavillon", "Balancieren" und "Ringe werfen" sowie die Beobachtung des Lebens in diversen Ameisenhaufen fanden dabei großen Anklang.

Kinder beim Balancieren Kinder grillen Stockbrot am Feuer

Nach der Rückkehr ins "Eulennest" wurde dann gemeinsam gebastelt: Mit großem Eifer bauten die Kinder zusammen mit ihren Eltern aus vielen vorbereiteten Einzelteilen phantasievolle Waldwichtel in vielfältigen Formen und schufen Halloween-Gespenster, Einhörner oder Ketten aus Kastanien mit bunten Perlen. Gleichzeitig wurden auf der großen Feuerschale Würstchen gegrillt, die dann nach getaner "Arbeit" im Brötchen zusammen mit Gurken- oder Möhrenstücken verzehrt wurden. Zum Abschluss durfte dann natürlich das Stockbrot nicht fehlen.

Holzbasteleien Familien basteln gemeinsam

So verging bei angenehmem Herbstwetter ein für Kinder und Erwachsene gleichsam abwechslungsreicher Nachmittag wie im Fluge. Alle waren sich einig, dass dies im kommenden Jahr eine Fortsetzung finden sollte.


Fotos: © Fabian Berger

Mutter füttert in Hochstuhl sitzendes Kind mit Brei

Alleinerziehend: Wie kann ich das schaffen?

Unter der Überschrift „Alleinerziehend: Wie kann ich das schaffen?“ fand am 10. Juni 2025 ein interaktiver Vortrag im Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde Puderbach statt. Die angebotene Kinderbetreuung wurde von den Teilnehmenden sehr gerne in Anspruch genommen. Hier geht ein herzliches Dankeschön an die die ehrenamtliche Helferin, Frau Heike Eichler, die sich liebevoll um die mitgebrachten Kinder kümmerte. Für die Bereitstellung der Räumlichkeiten bedanken wir uns bei der Ev. Kirchengemeinde Puderbach.

Die Referentin Daniela Hoffmann (socialwork_flow) richtete sich mit Ihrem Vortrag speziell an Alleinerziehende. Sie bot Antworten auf die zentrale Frage: Wie kann ich meine individuelle Resilienzstrategie entwickeln? Dazu erhielten die Teilnehmenden im ersten Teil wichtige Informationen und konnten ihren persönlichen Resilienztest absolvieren.

Im zweiten Teil standen praxisorientierte Übungen im Fokus. Im dritten und schwerpunktmäßigen Teil ging es um den Schutzfaktor „Netzwerkorientierung“. Hierbei konnten die Teilnehmer*innen mit Hilfe einer Interaktionsübung herausfinden, wie hilfreich eine soziale Unterstützung in der konkreten Krisenbewältigung sein kann und was genau gebraucht wird.

Alle Teilnehmer*innen waren dankbar für die Möglichkeit der Teilnahme am kostenfreien Angebot der Gemeinsamen Diakonischen Werke Rheinland-Süd GmbH. Unterstützt wurde das Angebot durch das Haus der Familie Puderbach, den Kreises Neuwied und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.. Gefördert wurde der Vortrag durch das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz.