Achtsam sein, heißt den gegenwärtigen Moment ohne Bewertung und bewusst wahrzunehmen. Anstatt im Hier und Jetzt zu sein, kreisen unsere Gedanken meist um vergangene oder zukünftige Dinge. Dies führt zu Stress und birgt ein höheres Risiko krank zu werden. In den Alltag integrierte Achtsamkeitsübungen können helfen, Stress abzubauen.
Für die Übung "Fünf Sinne" setzen wir uns gemütlich hin, schließen die Augen und konzentrieren uns auf die Atmung. Sind die Atemzüge lang, kurz oder tief? Nehmt dies einfach wahr, ohne es zu bewerten. Wenn Gedanken kommen, lasst diese wie Wolken an euch vorbeiziehen.
Als erstes richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die Geräusche in unserer Umgebung. Was hören wir? Welche Geräusche im Raum gibt es? Das Ticken der Uhr, das Rauschen der Heizung? Welche Geräusche hören wir von draußen? Vogelgezwitscher, ein Auto oder Menschen, die sich unterhalten?
Danach wenden wir uns der Nase zu. Atmet bewusst ein und aus. Könnt ihr etwas riechen? Liegt das Aroma der letzten Tasse Kaffee noch im Raum oder duftet es nach Parfüm? Vielleicht riecht ihr aber auch gar nichts. Wichtig ist es, sich auf den Geruch zu konzentrieren, und nicht, ob man überhaupt etwas riechen kann. Ein Richtig oder Falsch gibt es nicht.
Mit unserer Aufmerksamkeit wandern wir nun in unseren Mundraum. Wie fühlt dieser sich an? Ist der Kiefer verspannt? Die Zähne aufeinandergepresst? Lockert Sie bewusst den Kiefer. Könnt ihr etwas schmecken?
Wie fühlt sich euer Körper momentan an? Wir wandern mit unserer Aufmerksamkeit einmal durch unseren Körper. Stehen die Füße auf dem Boden? Sitzen wir bequem? Wie ist unsere Haltung? Aufgerichtet oder gebeugt? Wo befinden sich die Arme? Gibt es eine Stelle am Körper, die besonders Aufmerksamkeit braucht? Atmet bewusst dorthin.
Beim achtsamen Sehen können die Augen entweder geöffnet oder geschlossen bleiben. Beides ist möglich. Bei geöffneten Augen fixieren wir einen Punkt vor uns. Was nehmen wir wahr? Schaut euch den Bereich genau an und beschreibt ihn in euren Gedanken.
Mit geschlossenen Augen beschreibt ihr die Bilder, die sich vor eurem geistigen Auge zeigen. Denkt daran, keine Wertung vorzunehmen, sondern einfach nur wahrzunehmen. Die Übung wird mit einem bewussten und tiefen Ein- und Ausatmen beendet.