Hand hält Papierbild mit ausgeschnittener Kopfsilhouette vor Menschenmenge auf Platz

Gedächtnistraining für ältere Menschen

Der Pflegestützpunkt Puderbach und das Kompetenzcenter Demenz bieten am 29. September 2026 einen zusätzlichen Termin des "Gesprächskreis für pflegende Angehörige" von 16:00 - 17:30 Uhr im Diakonie-Treff - Haus der Familie Puderbach an. Trainerin  Melanie Anhäuser informiert zum Thema "Gedächtnistraining für ältere Menschen und pflegende Angehörige".

Die Pflege zu Hause geht oft an die physischen und psychischen Kräfte. In vertrauensvoller Atmosphäre können sich Angehörige im Gesprächskreis für pflegende Angehörige mit anderen Betroffenen über Ihre Erfahrungen und das Erlebte austauschen. Der Austausch mit anderen betroffenen Menschen hilft, mit der kräftezehrenden, oft als belastend empfundenen Situation besser zurechtzukommen.

In der Ähnlichkeit der Erfahrungen liegt die entlas­tende und unterstützende Kraft der Gruppe. Darüber hinaus werden nützliche (Fach-)Informa­tionen und Tipps weitergegeben.

Eingeladen sind alle pflegenden Angehörigen oder Menschen, die sich um Pflegebedürftige kümmern.

Anmeldung bei:

Pflegestützpunkt Puderbach - Achim Krokowski - 02684/850-178, achim.krokowski@pflegestuetzpunkte-rlp.de
Kompetenzcenter Demenz - Nicole Vietze 02634/6549315, nv@evsst.de

Der nächste "Gesprächskreis für pflegende Angehörige" findet am 24. November 2026 von 16:00 - 17:30 Uhr statt.

Apfel an Baum

Familien-Aktion 2026: Die Natur mit allen Sinnen entdecken!

Das Haus der Familie Puderbach bietet am Samstag, den 10. Oktober 2026, von 13:00 - 16:00 Uhr eine Familien-Aktion unter dem Motto "Die Natur mt allen Sinnen entdecken" an. Das Angebot richtet sich an Familien mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter. Unter sachkundiger Leitung des Vereins Flora und Fauna e.V. Rengsdorf erkunden wir gemeinsam den Zwergenweg Nr. 3 und den Kinderkräutergarten in Rengsdorf.

Es erwartet euch eine Wanderung durch die Streuobstwiesen mit Geschichten aus der Tier- und Pflanzenwelt sowie ein Besuch des Kinderkräutergartens, in dem ihr die verschiedenen Kräuter fühlen, riechen und schmecken könnt. Zusammen gestaltet ihr Duftsäckchen und befüllt sie mit Duft- und Heilkräutern. Für das leibliche Wohl gibt es selbst zubereiteten Flammkuchen, der im Backes gebacken wird.

Familienaktion Zwergenweg

Treffpunkt ist der Parkplatz unterhalb des Friedhofes (Verlängerung der Ludwigsau) in 56579 Rengsdorf.

Mitzubringen sind festes Schuhwerk, witterungsangepasste Kleidung, ein kleines Snack und ein Getränk für unterwegs.

Eine Anmeldung ist erforderlich bis 05. Oktober 2026 unter Tel. 02684-977 60 70 oder per E-Mail an claudia.krokowski@diakoniehilft.net.

Wer keine Fahrmöglichkeit hat, kann sich ebenfalls gerne bei uns melden - wir kümmern uns darum.

Besucherinnen und Besucher von Miteinander digital sitzen an einem Tisch vor sich Computer

Miteinander digital: Erfahrungsort im DigitalPakt Alter

Der Digital-Treff "Miteinander digital" im Haus der Familie Puderbach ist einer von bundesweit über 350 Erfahrungsorten im DigitalPakt Alter. Die Initiative des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen fördert die digitale Teilhabe älterer Menschen. Hier vor Ort helfen Ehrenamtliche Ihnen dabei, Hemmschwellen abzubauen, den Umgang mit digitalen Endgeräten zu üben und erste Schritte im Internet zu wagen.

Grundlagenwissen vermitteln

Zusätzlich zum Digital-Treff "Miteinander Digital", der jeden dritten Freitag im Monat stattfindet, wird am 23. September 2026 von 9:30 - 11:30 Uhr eine besondere Ausgabe des Treffs zum Thema "Erste Schritte mit dem Smartphone - Grundlagenwissen" im Haus der Familie Puderbach, Mittelstraße 7 angeboten. Sie erwartet eine kurze Einführung ins Thema mit anschließender Frage- und Antwortrunde sowie praktischen Übungen.

Über WhatsApp aufgeklärt

Über eine gut besuchte Sonderveranstaltung freuten sich am letzten Mittwoch im August die „Digital-Helfer“ im Haus der Familie Puderbach. Zwei engagierte und kompetente Ehrenamtliche führten die Anwesenden in die Welt der Kommunikationsplattform „WhatsApp“ ein und klärten darüber auf, was zu beachten ist, damit keine privaten Daten in unerwünschte Kanäle gelangen und die Benutzer*innen mit ihren Smartphones sicher unterwegs sein können.

Im Anschluss an den kurzen Vortrag standen die Herren bereit, um einzelne Fragen zu beantworten und Hilfestellungen zu geben. Die thematischen Veranstaltungen sowie der monatlich stattfindende Digital-Treff sollen dazu dienen, älteren Menschen Fähigkeiten zu vermitteln, um am digitalen Leben teilzuhaben.

Der nächste reguläre Termin des Digital-Treffs "Miteinander digital" findet am 18. September 2026 von 9:30 - 11:00 Uhr statt.

Information/Anmeldung: claudia.krokowski@diakoniehilft.net oder Tel.: 02684/9776070

© Diakonie Neuwied

Familien-Aktion auf Naturerlebnispfad

„Haus der Familie“ zu Besuch am Naturerlebispfad in Dürrholz

Kürzlich besuchte das "Haus der Familie" mit Frau Claudia Krokowski als der Koordinatorin sowie 10 Kindern und Ihren Eltern den Naturerlebnispfad in Dürrholz. Nach der musikalischen Begrüßung durch Wolfang Runkel dauerte die anschließende Führung wegen des großen Interesses der Gruppe und insbesondere der Kinder an den vielfältigen Aktivitäten auf dem Pfad etwas länger als ursprünglich beabsichtigt.

Familienaktion auf dem Naturerlebnispfad

Danach wurde im "Eulennest" von Kindern und Eltern fleißig gebastelt. Die Arbeitsgruppe "Natur und Umwelt" hatte dafür bereits Vorarbeiten durchgeführt, so dass Glücksschweinchen aus Haselnussruten, dekorative Holzscheiben bestückt mit Murmeln unterschiedlicher Größe und Farbe sowie kleine Bärenfiguren ebenfalls aus Holzscheiben im Nu hergestellt wurden. Erstaunlich war dabei das große Geschick der Kinder und auch der Mütter im Umgang mit den unterschiedlichen Handwerkszeugen, die zum Einsatz kamen.

Bastelarbeiten aus Holz

Alle Exponate wurden von den Erstellerinnen und Erstellern selbstverständlich mit nach Hause genommen. Nach getaner "Arbeit" schmeckten die kühlen Getränke, die gebratenen Würstchen und das Stockbrot nochmal so gut. Alle Beteiligten hatten sichtbar Spaß an diesem Nachmittag und so waren sich auch alle einig, eine ähnliche Veranstaltung auch im kommenden Jahr wieder zusammen durchzuführen.


Text: AG Natur und Umwelt Dürrholz
Fotos: Fabian Berger

Kinder reiten auf Pferden über Parcours

Gemeinsame Familien-Aktion auf dem Pferdehof

Am ersten Juliwochenende konnten 5 Familien bei der Familien-Aktion einen gemeinsamen Nachmittag auf dem Pferdehof von Ariela Zeitz und Christoph Schmidt in Lahrbach verbringen.

Das Gastgeber-Ehepaar hatte ein tolles Programm für Eltern/Großeltern und ihre 2- bis 12-jährigen Kinder vorbereitet. In der Scheune begann es mit einer theoretischen Einführung, bei der Kinder und Erwachsene einiges über die Abstammung des Pferdes, Pferderassen und Pferdehaltung lernten.

Danach ging es ans Praktische: zwei Ponys wurden geputzt, mit Voltigiergurten und Pads ausgestattet und waren somit bereit für einen gemeinsamen Spaziergang. Jedes Kind durfte führen, sowie auf dem Rücken eines der Ponys geführt werden.

Nach einer kleinen Picknickpause warteten schon die zwei größeren Pferde darauf in Aktion zu treten. Auf ihrem Rücken konnten die Kinder einen Parcours absolvieren und ihre Geschicklichkeit austesten.

Am Ende gab es strahlende Kinderaugen und zufriedene Gesichter bei den Erwachsenen. Für die meisten Teilnehmenden war diese Aktion ein erster Kontakt zum Pferd und weckte die Begeisterung für diese wunderschönen Tiere.

Der Nachmittag war perfekt vorbereitet und durch das Ehepaar Zeitz mit weiteren fleißigen Helferinnen sorgfältig begleitet und durchgeführt. Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle besonders dem Ehepaar Zeitz, sowie den weiteren Helferinnen Joelina, Pauline und Anika.

Weg auf dem Naturerlebnispfad in Dürrholz

Familien-Aktion 2026: Abenteuer auf dem Naturerlebnispfad

Ein spannender Nachmittag in der Natur wartet auf Familien! Im Rahmen der Familien-Aktion 2026 laden wir am Samstag, den 08. August 2026, von 13:30 bis 16:30 Uhr zu einem gemeinsamen Ausflug auf den Naturerlebnispfad in Daufenbach/Dürrholz ein.

Gemeinsam entdecken wir den sommerlichen Naturerlebnispfad und lassen uns von der Vielfalt der Natur inspirieren. Auf dem Programm steht außerdem das kreative Gestalten mit Holz und gesammelten Naturmaterialien. Anschließend wollen wir den Nachmittag bei Stockbrot und mitgebrachtem Grillgut ausklingen lassen.

Treffpunkt ist das Eulennest unterhalb des Dorfgemeinschaftshauses in Daufenbach/Dürrholz, Muscheider Straße 26.

Mitzubringen sind festes Schuhwerk, witterungsangepasste Kleidung, kleiner Snack und Getränk für unterwegs sowie Grillgut. Eine Anmeldung ist bis zum 03. August 2026 unter Tel. 02684-977 60 70 oder per E-Mail an claudia.krokowski@diakoniehilft.net möglich.

Flyer Familienaktion


© Titelbild: R. Eckart

Kind isst Melone

Ideen für die Sommerzeit

Endlich sind die Sommerferien da! Das heißt für viele auch Urlaubszeit. Aber nicht jede Familie kann es sich finanziell leisten in den Urlaub zu fahren. Für viele Familien bleibt nur der Sommer auf Balkonien. Dies sollte einem aber nicht die ganzen Ferien vermiesen. Viel besser ist es, sich zu überlegen, was man in der Umgebung alles als Familie unternehmen könnte, das gleichzeitig noch den Geldbeutel schont. Denn Ferienzeit ist auch gemeinsam mit der Familie verbrachte Zeit, die den Familienzusammenhalt festigt.

Am besten setzt sich die Familie zusammen und sammelt Ideen, was man machen könnte. Jeder darf seine Wünsche äußern. Lasst euch dabei auch von den Tipps und Ausflugsorten, die wir zusammengestellt haben, inspirieren.

Junge steht vor Tafel

Schlechte Noten: Wie Eltern sinnvoll reagieren können

Schlechte Noten auf dem Zeugnis sorgen in vielen Familien für Enttäuschung, Sorgen oder Konflikte. Manche Kinder haben sogar Angst davor, ihr Zeugnis zu zeigen. Umso wichtiger ist es, besonnen zu reagieren und das Gespräch zu suchen.

Auch wenn schlechte Noten zunächst frustrierend sein können, helfen Druck, Vorwürfe oder Strafen meist nicht weiter. Aussagen wie „Dann gibt es kein Fußballtraining mehr“ oder „Jetzt wird nur noch gelernt“ erhöhen den Stress und können die Motivation zusätzlich senken.

Hobbys und Freizeitaktivitäten sind für Kinder wichtige Ausgleichs- und Erfolgserlebnisse. Sie stärken das Selbstvertrauen und fördern soziale Kontakte. Deshalb sollten sie nicht als Strafe entzogen werden.

Verständnis zeigen

Schulische Leistungen werden von vielen Faktoren beeinflusst. Lernschwierigkeiten, Leistungsdruck, Konflikte im Freundeskreis, familiäre Belastungen oder mangelndes Selbstvertrauen können sich negativ auf die Noten auswirken. Eltern sollten daher zunächst versuchen zu verstehen, welche Ursachen hinter den schlechten Leistungen stehen.

Gemeinsam nach Lösungen suchen

Kinder brauchen in schwierigen Situationen Unterstützung statt Schuldzuweisungen. Sprechen Sie offen über die schulische Situation und überlegen Sie gemeinsam, welche Schritte hilfreich sein könnten. Ist die Versetzung gefährdet oder bestehen größere Lernlücken, sollten diese Herausforderungen ehrlich angesprochen werden.

Auch Gespräche mit Lehrkräften können wertvolle Hinweise liefern. Wichtig ist dabei, sich bewusst zu machen: Noten sind eine Momentaufnahme und sagen nicht alles über die Fähigkeiten oder das Potenzial eines Kindes aus.

Ursachen ernst nehmen

Ein plötzlicher Leistungsabfall hat oft konkrete Gründe. Probleme mit Mitschülerinnen und Mitschülern, Mobbing, persönliche Sorgen oder Schwierigkeiten in einzelnen Fächern können sich direkt auf die schulischen Leistungen auswirken. Eltern sollten aufmerksam zuhören und gegebenenfalls professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen.

Motivation statt Druck

Kinder lernen erfolgreicher, wenn sie motiviert sind und ihre Fortschritte wahrgenommen werden. Übermäßiger Druck kann dagegen Angst auslösen und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Realistische und erreichbare Ziele helfen dabei, Lernerfolge sichtbar zu machen.

Fragen wie „Was möchtest du bis zum nächsten Test erreichen?“ oder „Wie können wir dich dabei unterstützen?“ fördern Eigenverantwortung und stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Struktur und Routine schaffen

Regelmäßige Lernzeiten und ein ruhiger Arbeitsplatz unterstützen konzentriertes Arbeiten. Feste Routinen erleichtern die Organisation des Schulalltags. Während der Lernzeit sollten Ablenkungen wie Smartphone, Fernseher oder Computerspiele möglichst reduziert werden.

Interesse zeigen und Erfolge würdigen

Kinder profitieren davon, wenn Eltern Interesse an ihrem Schulalltag zeigen – unabhängig von den Noten. Lob für Einsatz, Durchhaltevermögen und Fortschritte stärkt die Motivation oft stärker als materielle Belohnungen.

Gemeinsame Aktivitäten, Zeit miteinander und ehrliche Anerkennung vermitteln Kindern das Gefühl, unterstützt und wertgeschätzt zu werden. Das schafft eine wichtige Grundlage für langfristigen schulischen Erfolg und ein gesundes Selbstvertrauen.


© Karola G./Pexels

Vater hält Kind in Armen

Kinder brauchen Trost

Beim Thema Trösten sollte eines ganz klar sein: Trösten kann man nie genug. Die Meinung, dass zu viel Aufmerksamkeit und Trost Kinder verwöhnt, ist veraltet. Viel wichtiger ist es, das Kind in seinem Kummer ernst zu nehmen und Verständnis zu zeigen.

Erwachsene haben ein anderes Empfinden als Kinder. Was wir selbst als nicht so schlimm ansehen, ist für Kinder oft in diesem Moment eine Katastrophe. Bis zum 8. Lebensjahr sind Kinder nicht in der Lage, ihre Gefühle vollständig zu kontrollieren. Sie brauchen jemanden, der sie bei starken Gefühlen anleitet, ihnen vermittelt, wie sie damit umgehen sollen. Mit der Zeit erlernen sie Wege, um mit ihren Gefühlen umzugehen.

Trost tut gut

Kinder suchen Trost bei ihren engsten Vertrauenspersonen, sei es bei den Eltern, den Großeltern oder anderen Bezugspersonen. Trost ist dabei nicht gleich Trost - jede Situation erfordert das passende Maß an Trost zu finden. Der erste Schritt sollte immer sein, sich dem Kind zuzuwenden, sich für den Kummer des Kindes Zeit zu nehmen und dabei selbst ruhig und besonnen zu bleiben.

Kummer ernst nehmen

Mit einfachen Worten kann die Situation zusammengefasst werden: "Du hast dich gestoßen. Das tut weh." In den Arm nehmen, wiegen und sanft streicheln signalisiert dem Kind, dass es ernst genommen wird. Die Wärme durch den Körperkontakt, aber auch ein sanfter Tonfall beruhigen das Kind. Zudem wird während des Tröstens das Bindungshormon Oxytocin im Körper freigesetzt. Das Hormon trägt zu einer gesunden Bindung zwischen Eltern und Kindern bei.

Trostrituale können weiterhelfen. Durch Erfahrung findet man als Eltern heraus, was dem eigenen Kind am besten hilft. Vielleicht beruhigt sich das Kind, indem man etwas singt. Oder ein buntes Pflaster auf die schmerzende Stelle lässt den Kummer langsam verblassen. Auch das Lieblingskuscheltier kann als Trosthelfer zum Einsatz kommen und auf die Wunde pusten.

Auf Bedürfnisse des Kindes eingehen

Um zu verdeutlichen, wie wichtig das Trostspenden ist, zeigt ein Blick auf den Fall, wenn ein Kind in seinem Kummer oder Schmerz alleingelassen wird. Das Kind befindet sich dann in einer Angstsituation. Stresshormone werden freigesetzt. Besonders schlimm ist dies bei Babys. Im Vordergrund steht die Stillung eines Bedürfnisses wie Hunger, Nähe oder eine volle Windel. Das Kind hört nicht auf zu weinen, weil es sich beruhigt hat, sondern weil es aufgegeben hat.

Wiederholen sich solche Situationen, in denen nicht auf die Bedürfnisse des Kindes eingegangen wird, kann sich dies im Kind verfestigen. Das Kind hat gelernt, ich bin mit meinem Kummer allein. Fehlender Trost wirkt sich auch auf die Eltern-Kind-Bindung aus. Das bezieht sich natürlich nicht auf ein Kind, das mal ein paar Minuten geweint hat.

Gefühle zulassen

Jetzt ist es nicht immer leicht, ein Kind weinen zu sehen. Als Eltern müssen wir lernen, dies auszuhalten. Alle Gefühle sind normal und vollkommen okay. Dies sollte auch dem Kind vermittelt werden. Gerade Jungen brauchen Vorbilder, die ihnen zeigen, dass es normal ist, sich einmal auszuweinen. Dass Weinen und Kummer nicht als Ausdruck von Schwäche angesehen werden. Auf diese Weise erlernen Kinder auch ein gutes Einfühlungsvermögen.

Natürlich gibt es Situationen, in denen das Spenden von Trost schwierig ist. Wenn man selbst schlechte Laune hat, der ganze Tag schon schiefläuft oder es Konflikte gibt. Statt sich auf das Kind einzulassen, möchte man die Situation rasch hinter sich zu bringen. Und tappt in die Falle, Kummer nach dem Maßstab eines Erwachsenen zu bemessen. Aber ebenso wie es keine perfekten Eltern gibt, gibt es keine perfekten Tröster*innen. Manchmal reicht die Kraft eben nicht aus und die Nerven liegen blank. Kinder brauchen Eltern, die für sie da sind, auf die sie sich verlassen können.

Sätze, die man nicht sagen sollte:

  • Nun stell dich nicht so an!
  • Nichts passiert!
  • Hör doch endlich mal auf zu weinen!
  • Immer dieses Gejammere!
  • Da muss man doch nicht weinen!

Verständnis zeigen:

  • sich Zeit nehmen und Ruhe bewahren
  • Situation mit einfachen Worten ohne Bewertung beschreiben ("Du bist hingefallen. Ich weiß, dass dir das weh tut.")
  • in den Arm nehmen, wiegen, sanft streicheln, singen
  • Fragen, wie man helfen kann
  • Lösungsvorschläge anbieten ("Ich puste auf deine Wunde, dann heilt sie schneller." Im Falle eines Streits: "Wir sprechen mit deinem Freund und überlegen gemeinsam, was ihr nun tun könnt.")
  • Trostrituale, wie z.B. Pflaster, Kuscheltier, Buch anschauen, Kühlpad

 


Titelbild: © Edwin Ariel Valladares/Pixabay

Vater und Kind malen Kartonn an

Spiele für drinnen

Jeder kennt diese Tage: es regnet unaufhörlich und in der Wohnung sitzen Kinder, die langsam einen Lagerkoller bekommen.

Der natürliche Bewegungsdrang von Kindern lässt sich am besten draußen ausleben. Wenn es aber draußen regnet und stürmt, bleiben nur die eigenen vier Wände als Spielplatz übrig. Da kann schnell schon einmal der von allen Eltern gefürchtete Satz "Mir ist langweilig!" fallen. Andere Kinder wiederum springen über Tische und Stühle, weil sie ihre überschüssige Energie nicht loswerden. Und auch an den Erwachsenen geht eine anhaltende Schlechtwetterfront nicht spurlos vorüber.

"Schlechtwetterglas" für Regentage

Als Eltern kann man auf solche Regentage vorbereitet sein. In einem "Schlechtwetterglas" werden alle Ideen für Spiele, die drinnen stattfinden können, gesammelt. Dazu braucht man ein großes Glas mit Deckel sowie Zettel oder Eisstäbchen, um die Ideen aufzuschreiben. Die Zettel werden eingerollt oder gefaltet. Oder man schreibt die Schlechtwetterideen auf die Eisstäbchen.

Die Zettel/Stäbchen kommen ins Glas und können, wenn das Wetter schlecht ist, gezogen werden. Einige Anregungen für Spiele stellen wir Euch weiter unten vor. Vielleicht finden einige davon ihren Weg auch in Euer "Schlechtwetterglas".

Spielideen für drinnen

  • aus einem alten Karton etwas basteln oder diesen bemalen
  • Wohnzimmer-Parcours: Macht Eure Wohnung zu einem schwierigen Hindernisparcours. Wer schafft den Purzelbaum auf dem Teppich? Wer kann das Sofa überqueren? Wer schafft es unter einer gespannten Schnur herzukriechen? Der Flur kann nur auf einem Bein hüpfend durchquert werden oder von Kissen zu Kissen hüpfend. Wer schafft es auf einem Tuch oder Seil am Boden zu balancieren?
  • Verstecken
  • Topfschlagen: Das beliebte Geburtstagsspiel geht immer, vor allem, wenn sich unter dem Topf etwas Leckeres versteckt.
  • aus Decken eine Höhle bauen
  • im Wohnzimmer picknicken
  • sich verkleiden
  • mit Knete spielen
  • etwas aus Salzteig basteln
  • auf Schatzsuche gehen: Ein Gegenstand wird versteckt und dazu eine Schatzkarte gemalt. Die Kinder müssen den Gegenstand anhand der Karte suchen.
  • Brettspiele
  • Kartenspiele
  • etwas Vorlesen
  • ein Hörspiel hören
  • ein Puzzle machen
  • ein altes Spielzeug wieder hervorholen, mit dem lange nicht mehr gespielt wurde
  • Merkspiel: Verschiedene Gegenstände auf den Tisch legen, die man sich merken soll. Ein Gegenstand wird weggenommen. Das Kind soll herausfinden, welcher Gegenstand fehlt.
  • Kinderdisco: Musik anmachen und lostanzen. Stoppt die Musik, müssen alle wie versteinert stehen bleiben. Wer sich bewegt, hat verloren.
  • Pantomime spielen
  • Der Boden ist Lava: Bei diesem Spiel kann der Boden jederzeit zu rotglühender Lava werden. Ihr müsst Euch so schnell wie möglich vor dem Lava-Boden retten, z.B. in dem Ihr auf das nächste am Boden liegende Kissen springt.
  • Treppenspiel: Wer eine Treppe in der Wohnung hat, kann auch diese als Spielfeld nutzen. Die Mitspieler stehen unten am Treppenanfang. Jetzt wird gewürfelt. Die Anzahl der Augen auf dem Würfel geben an, wie weit nach oben gegangen werden darf. Legt vorher Zahlen fest, bei denen ausgesetzt oder eine oder mehrere Stufen wieder heruntergegangen werden muss. Kommen zwei Spieler auf die gleiche Stufe, müssen sie wieder von unten anfangen. Gewonnen hat natürlich, wer als erstes oben ankommt.
  • gemeinsam etwas kochen oder backen
  • sich schminken oder die Eltern schminken
  • Bilder malen und diese in einer Ausstellung präsentieren: Dazu eine Schnur spannen und die Bilder daran mit einer Wäscheklammer befestigen.
  • ein lustiges Video aufnehmen
  • Fotos machen, z.B. verkleidet oder Grimassen ziehen
  • auf YouTube Videos mit Bewegungsliedern anschauen und mitmachen
  • für ältere Kinder: Zimmer umstellen oder Sachen aussortieren

 


Titelbild: © Tatiana Syrikova/Pexels