Mental Load

Während Anna die Wäsche im Kinderzimmer aufsammelt, fällt ihr Blick auf die Einladung zu Finns Geburtstag am Freitag. Anna fragt sich, welches Geschenk sie besorgen soll. Mag Finn Lego? Hat sie nicht letztes Jahr schon etwas von Lego geschenkt? Wer fährt hin? Wer holt ab? Oder kann ihr Kind direkt nach der Schule mit zu Finn? Da muss sie gleich bei Finns Mutter anrufen. Da kann Anna auch direkt fragen, ob sie für den Kinderbasar am Sonntag einen Kuchen backen soll. Dafür muss sie dann noch einkaufen gehen.

Erkennen Sie sich wieder?

Das, was Anna da leistet, ist unsichtbare Organisationsarbeit, auch Mental Load genannt. Anna fühlt sich für alles verantwortlich und versucht an alles zu denken. Sie möchte gerne die erfolgreiche Familienmanagerin sein, die alles im Griff hat. So haben wir es auch oft von unseren Müttern gelernt. Unser Selbstbild als Mutter ist geprägt von unseren eigenen Erfahrungen in der Familie, in der wir aufgewachsen sind. Gleichzeitig vergleicht man sich mit anderen Müttern, die scheinbar alles mühelos hinbekommen.

Der Equal Care Day ist eine Initiative, um auf die mangelnde Wertschätzung und unfaire Verteilung von Sorgearbeit aufmerksam zu machen. Denn Sorgearbeit sollte genauso gewertschätzt werden wie Erwerbsarbeit. Die Initiative bietet einen Test für die Haus- und Familienarbeit an. Zusammen mit dem Partner ausgefüllt und ausgewertet, kann der Test zeigen, wie die Aufgaben im Haushalt und in der Kinderbetreuung verteilt sind. Den Test finden Sie hier.

Erschöpfung als Normalzustand?

Die Last der Verantwortung für den Haushalt und die alltäglich anfallende Planungsarbeit wird zumeist von Frauen getragen. Es ist also nicht verwunderlich, dass viele Frauen denken, es ist normal, immer erschöpft zu sein. Ein erster Schritt ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle: Was für eine Mutter möchte ich sein? Was gehört für mich dazu und was nicht?

Immer im Hamsterrad, rund um die Uhr funktionieren – der Druck auf Familien war schon vor Corona enorm und nun sind viele an ihrer Belastungsgrenze. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Mütter mit Burn-Out, Schlafstörungen, Angstzuständen und chronischen Kopfschmerzen um 40 Prozent gestiegen, berichtet das Müttergenesungswerk. Die WDR-Dokumentation “Mama im Stress” (2020) beschäftigt sich mit dem Thema Mental Load.

Aufgaben abgeben

Das Wichtigste ist die Kommunikation mit dem Partner. Zusammen können sie sich hinsetzen und die nächste Woche planen. Wer eine Aufgabe übernimmt, der übernimmt direkt die komplette Aufgabe. Derjenige besorgt das Geschenk für den Kindergeburtstag, kümmert sich um das Hinbringen und Abholen und alles, was dazugehört.

Vater und Sohn saugen Wohnzimmer

Dies bedeutet für Frauen allerdings auch: den Aufgabenbereich vollständig an den Partner abgeben. Mitunter geht der Partner Aufgaben ganz anders an als man selbst. Verabschieden Sie sich von ihrem Anspruch, alles allein hinzubekommen und versuchen Sie nicht helfend einzugreifen. Ihr Partner bekommt das auf seine eigene Art und Weise auch ohne Sie hin.

Was ist im Kühlschrank? Braucht das Kind eine neue Jacke? Wann ist der Elternabend? Auch wenn Väter Haushaltsaufgaben übernehmen, sind es meist die Frauen, die die vielen To-dos im Blick haben. Wie lässt sich diese mentale Last fairer verteilen? Im Podcast “Wie gerechte Arbeitsteilung in der Familie gelingen kann” spricht Simone Schlosser (Deutschlandfunk Kultur) mit Müttern über die unsichtbare Last der Verantwortung.

Basteln mit Naturmaterialien

Die Tage werden wieder länger. Die Sonne kommt hervor. Es dauert nicht mehr lange, dann ist der Frühling da. Bei einem Spaziergang in der Natur, durch Wald und Wiesen kann man viele interessante Dinge erleben und finden. Eure Fundstücke könnt ihr ganz einfach mit unseren Bastelideen zur Schau stellen. Wie wäre es mit einem Mobile aus Stöcken, Federn und Tannenzapfen? Oder einem selbstgebautem Webrahmen aus Stöcken, in dem ihr eure Schätze hineinstecken könnt?

Mädchen auf Waldweg

Mobile aus Naturmaterialien

Um ein Mobile aus Naturmaterialien zu basteln, braucht ihr zwei Stöcke, Wolle oder Garn und Schätze von einem Spaziergang durch die Natur. Die zwei Stöcke legt ihr übereinander, so dass diese eine Kreuz ergeben. Wo sich die Stöcke kreuzen, befestigt ihr die Stöcke mit Wolle. Nun könnt ihre eure Fundstücke mit Wolle an den Stock festmachen.

Denkt daran, dass manche Sachen leichter und manche schwerer sind. Verteilt eure Schätze also so, dass das Mobile in etwa ausbalanciert ist. Zum Schluss befestigt ihr jeweils an den Enden der Stöcke einen Wollfaden und bindet diese zusammen, damit ihr euer Kunstwerk aufhängen könnt. Vielleicht findet ihr einen schönen Platz in eurem Kinderzimmer, auf dem Balkon oder im Garten.

Quelle: Mobile aus Naturmaterialien

Webrahmen aus Naturmaterialien

Für den Webrahmen braucht ihr vier etwa gleich lange Stöcke und Wolle. Aus den Stöcken bastelt ihr einen viereckigen Rahmen. Die jeweiligen Enden werden mit Wolle fest umwickelt. An einer Ecke des Rahmens wird ein Wollfaden befestigt. Den Wollfaden wickelt ihr nun hin und her um zwei der gegenüberliegenden Stöcke. Dabei ist es gut, den Wollfaden 1 x Mal fest um den Stock zu wickeln, damit die Fäden später nicht verrutschen und gut gespannt sind.

Wenn ihr am Ende angekommen seid, den Faden an der Ecke gut befestigen. Jetzt könnt ihr eure Schätze in den Webrahmen einweben. Die Stöcke können auch bunt angemalt werden. Oder ihr benutzt bunte Wolle.

Quelle: Webrahmen

Webrahmen mit Naturmaterialien

Salzteig mit Steinen

Wer gerne schöne Steine sammelt, kann diese in Salzteig zu einem lustigen Bild oder einem Muster zusammenlegen. Salzteig lässt sich mit wenigen Mitteln schnell selbst herstellen. Das Rezept findet ihr hier:

Materialien:

  • 3 Tassen Mehl
  • 1 Tasse Salz
  • 1 ¼ Tasse Wasser
  • Kieselsteine, gesammelte Steine

Schritt 1: Mehl, Salz und Wasser mit einem elektrischen Handmixer verrühren, bis sich eine teigartige Mischung ergibt.

Schritt 2: Knetet den Teig und formt drei Bälle. Rolle die Teigbälle aus und forme drei ca. 15cm große Kreise. Mache deine Steine sauber und lege sie in einem Muster, das dir gefällt, auf dem Teig. Du kannst z.B. ein lustiges Gesicht legen oder ein Tier aus deinen Steinen formen. Zuletzt drücke die Steine leicht in den Teig, damit die Steine auch gut halten.

Schritt 3: Jetzt kommen die Eltern zum Einsatz: den Backofen auf 270 °C erhitzen und die runden Mosaikplatten etwa 2 Stunden lang backen. Aus dem Ofen nehmen und komplett abkühlen lassen.

Quelle: Salzteig mit Steinen

Salteig mit Steinen

Papierknickspiel

Alter: 6+
Anzahl: 4-6 Personen
Dauer: 10-20 Minuten pro Runde
Material: Papier, Stifte

 

 

 

 

 

1) Alle, die mitmachen möchten, erhalten ein Blatt Papier. Wenn möglich sind alle Blätter gleich groß. Das Blatt Papier wird in gleich große Teile gefaltet, so viele Teile wie Anzahl der Personen, die mitmachen.

2) Alle Personen zeichnen auf den obersten Teil ihres gefalteten Blattes einen Kopf. Lasst eurer Fantasie freien Lauf! Dann falten wird das Blatt so nach hinten gefaltet, dass der Kopf nicht mehr gesehen wird und nur noch die untersten Striche auf dem nächsten gefalteten Blattabschnitt zu sehen sind. Dann geben alle ihr Blatt im Kreis an die von ihnen rechts sitzende Person.

3) Alle zeichnen nun auf dem neu erhaltenen Blatt den nächsten Körperteil einer von ihnen erdachten Figur. Dann wird das Blatt wieder so nach hinten gefaltet, dass nur noch die untersten Striche zu sehen sind. Das Blatt Papier wird wiederum an die Person, welche rechts nebenan sitzt, weiter gereicht.

4) Das Spiel wird so weiter geführt – wie in Schritt 2 und 3 erklärt – bis auf dem letzten Teil des gefalteten Blattes der letzte Körperteil gezeichnet wird. Dann kann das Blatt geöffnet werden und die ganze Figur ist ersichtlich. Die lustigen Ergebnisse können nun von allen bestaunt werden.